BB-NET TRÄGT VERANTWORTUNG

KLIMANEUTRALER
IT REFURBISHER

Seit 1850 hat die CO2 Konzentration um 40% zugenommen. Klimapositive Produkte und ein klimaneutrales Unternehmen zeigen, dass dies auch wirtschaftlich im Einklang stehen kann.

Anfang 2020 wurde bb-net von Focus Zukunft als erstes deutsches klimaneutrales Unternehmen im Bereich IT Wiederaufbereitung zertifiziert.

Wir sind uns der besonderen Verantwortung als Unternehmen gegenüber kommenden Generationen bewusst und handeln dementsprechend. Seit vielen Jahren bereiten wir mit der Marke tecXL IT Geräte klimapositiv auf. Wir prüfen und validieren unsere Möglichkeiten, CO2 Emissionen zu minimieren und unsere Produkte und unser Handeln ständig zu optimieren. Dies gelingt uns durch ein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept, einer Vielzahl an Umweltprojekten sowie den nicht vermeidbaren CO2 Fußabdruck durch Klimazertifikate auszugleichen.

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KLIMASTRATEGIE IN 3 SCHRITTEN

Mithilfe gezielter Maßnahmen vermeiden wir die CO2 Auswirkungen und reduzieren entstehende Umweltschmutz immer weiter. Erst im letzten Schritt kompensieren wir unvermeidbare Emissionen durch vertrauenswürdige Klimaschutzzertifikate.

VERMEIDEN
REDUZIEREN
KOMPENSIEREN

“Als Umwelt- und Klimapolitikerin beeindruckt mich das nachhaltige Wirtschaften von bb-net. Durch die Aufbereitung von gebrauchter IT, wie zum Beispiel Laptops, leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zum schonenden Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen.”

Anja Weisgerber Logo
Anja Weisgerber

EMISSIONEN
AUSGLEICH

Der Bericht bildet einen wichtigen Baustein in unserem Klimaschutzengagement. Auf Basis der ermittelten Werte und durch den Kauf einer entsprechenden Menge an Klimazertifikaten wurde unser Unternehmen klimaneutral gestellt. Für die Berechnung des Foodprints unseres Unternehmens haben wir die externe Nachhaltigkeitsberatungsgesellschaft “Fokus Zukunft” beauftragt. Die Emissionsbilanz wurde unter der Anwendung der offiziellen Richtlinie des Greenhouse Gas Protocols berechnet. Im Vergleich mit anderen Unternehmen unserer Größe und Branche liegt der Emissionswert pro Mitarbeiter mit 5,65 Tonnen CO2e im niedrigen Bereich.

Der Großteil der verbliebenen Emissionen können auf die Transportleistungen zurückgeführt werden. Diese beinhalten die Abholung gebrauchter IT Ware bei unseren Partnern, sowie die Auslieferung aufbereiteter tecXL Produkte. Durch den möglichen CO2 Ausgleich der DHL mit ihrem Programm GOGREEN zeigen die Emissionszahlen ausschließlich den Frachttransport. Eine sehr erfreuliche Zahl ist die Position Arbeitnehmer. Hinter diesen Daten verbergen sich die Arbeitswege der Mitarbeiter, deren Dienstreisen sowie aber auch den benötigten Verbrauchsmaterialien in Fertigung und Büro. Rechnerisch sind dies nur 97 Kilogramm pro Mitarbeiter und Jahr! Die Energie fasst sowohl Wärme, Wasser und Kraftstoff zusammen. Abfall entspricht dem tatsächlich entsorgten Müll, wie zum Beispiel Mitarbeiterabfälle, Verpackungsmaterial und Ähnlichem.

Das Karcham Wangtoo Projekt am Fluss Sutlej in Indien

Die indische Regierung und die Regierung von Himachal Pradesh (GOHP) haben den Fluss Sutlej als wichtige Wasserkraftquelle identifiziert und Wasserkraftprojekte entlang des Flusses und seiner Nebenflüsse eingeleitet . Das Wasserkraftprojekt Karcham Wangtoo ist Teil eines vom GOHP vorgeschlagenen Gesamtentwicklungsplans für das Potenzial des Sutlej Einzugsgebietes. Das Projekt wird von Jaypee Karcham Hydro Corporation Limited entwickelt und durchgeführt, um die akute Stromknappheit zu verringern. Für den Ausgleich unserer Emissionen wurden 350 Klimazertifikate für dieses Projekt erworben.

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KLIMAPOSITIV.
ORANGE.

“Durch unsere Mission gebrauchte IT aufzubereiten und ein zweites Leben zu schenken wurden 19 Millionen Kilogramm CO2 Äquivalente in 2019 eingespart, die bei der gesamten Neuproduktion von 81.000 IT Geräten, entstanden wäre.”

Michael Bleicher
Geschäftsführer, Gründer und innovativer Kopf

“Nicht nur im Energiebereich müssen wir effizienter umgehen, sondern auch im IT Bereich. Dass das geht, beweist das Schweinfurter Unternehmen bb-net.”

Ludwig Hartmann
Fraktionsvorsitzender Bündnis 90 / Die Grünen

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NEUE ZIELE

Reduktion von Werbemitteln und Einführung nachhaltiger Werbeträger, die entweder aus nachwachsenden oder recycleten Stoffen hergestellt werden.

Reduktion und Minderung durch weniger Druckseiten. Umstellung auf ausschließlich Naturpapier im klimaneutralen Druckverfahren.

Verkleinerung unserer Verpackungen sowie Alternativen zu Schaum- und PVC. Ersetzen des Glanzdrucks durch umweltfreundliche Druckverfahren.

Weitere Einsparung von unnötigen Druckseiten im Personalbereich durch Einführung der digitalen Unterschrift.

Errichtung von Elektroladesäulen für Auto und Fahrrad auf dem Werksgelände.

Einsatz von 100% biologisch abbaubaren Packband für den Kartonagenverschluss.

ERREICHTE ZIELE

Alle Bereiche von Büro bis Fertigung sind vollständig mit neuesten LED Leuchtsystemen ausgestattet.

Durch den Neubau und Bezug in 2018 konnten wir stark auf die Ausstattung und Umweltverträglichkeit Einfluss nehmen. Zusätzlich sind auch an vielen Stellen Bewegungsmelder installiert, die ein unnötiges Brennen von Licht vermeiden.

Seit 2019 setzen wir in den Kaffeemaschinen der Mitarbeiterlounges nur UTZ zertifizierte Kaffeebohnen ein.

Ab dem ersten Jahr der Zertifizierung müssen Bauern grundlegende wirtschaftliche, soziale und ökologische Anforderungen erfüllen. In den folgenden Jahren werden anspruchsvollere und weitreichendere Kriterien hinzugefügt, um so eine kontinuierliche Verbesserung zu erreichen.

Seit April 2013 wird unser Betrieb zu 100% mit Ökostrom beliefert. Dieser wird aus Wasserkraft im deutschen Inn-Kraftwerkspakt von VERBUND produziert.

Das Verfahren der Stromerzeugung aus VERBUND-Wasserkraftwerken erfüllt die strengen Kriterien “CMS Standard Erzeugung EE” des TÜV SÜD für Erneuerbare Energien.

Die grüne Form der Logistik. Ein Grund, unsere Paketlogistik mit  DHL und dem GOGREEN Programm seit 2010 durchzuführen.

Beim Versand von Briefen und Paketen entstehen Treibhausgasemissionen. Mit GOGREEN werden diese Emissionen neutralisiert. Der Ausgleich erfolgt über international anerkannte Klimaschutzprojekte.

Seit Mai 2013 setzt bb-net an allen Drucksystemen zu 100% Recycling-Papier ein und nimmt an der Initiative „CEOs pro Recyclingpapier“ teil.

In der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) engagieren sich Unternehmen verschiedener Branchen gemeinsam für die Akzeptanz und breite Verwendung von Recyclingpapier. Alle Mitglieder bekennen sich zu den Grundsätzen und Zielen der Initiative und wirken an der Umsetzung der Projekte mit.

Bei allen Sprühdosen setzen wir auf wiederverwendbare, spezielle Druckbehälter, die wir selbst mit natürlicher Druckluft befüllen.

Die eingesetzten Reinigungsmittel zur Aufbereitung von IT Produkten sind durchweg auf eine hohe Umweltverträglichkeit getestet.

Wasser bedeutet Leben und Energie. Durch Anschaffung von Trinkwasserspendern und wiederverwendbaren Flaschen, haben wir allen Mitarbeitern den Zugang zu frisch gekühlten, spritzigen oder stillen Wasser ermöglicht.

Auch PET oder Glasflaschen tragen durch die aufwändigen Entsorgungs- oder Reinigungsprozesse zu einer CO2 Emission bei.

Wir schlagen bei uns zwei Fliegen mit einer Klappe:
Gut für die Mitarbeiter und für die Umwelt.

UMWELTSCHUTZ UND BILDUNG

Dass Klimaschutz eng mit Bildung zusammensteht, ist dem Unternehmen sehr bewusst. So unterstützt bb-net seit 2019 den Verein “Labdoo”. Seit fast einem Jahrzehnt setzt sich “Labdoo” für die globale Verbreitung von Bildung und Informationstechnik ein. Das Hilfsprojekt sammelt dazu ausgemusterte Laptops und Tablets und möchte mit der gespendeten IT die „digitale Kluft“ auf verantwortungsvolle Weise verringern. Dadurch wird Kindern auf der ganzen Welt ein Zugang zu IT und Bildung ermöglicht.

Labdoo IT Hilfsprojekt Logo

WEITERE AKTIVITÄTEN

Das Schweinfurter Unternehmen beteiligt sich an einer Vielzahl von Initiativen. Durch Auflage von Zielen, aktiver Mitarbeit oder finanzieller Unterstützung tragen wir unseren Teil dazu bei.

BAUM Logo

Unter dem Kürzel B.A.U.M. verbindet der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e.V. seit 1984 erfolgreich und zukunftsorientiert ökonomische, ökologische und soziale Fragen, also die Prinzipien der Nachhaltigkeit, miteinander. Durch die Mitgliedschaft  den B.A.U.M. – Kodex verpflichtet sich bb-net zum nachhaltigen wirtschaften.

https://www.baumev.de/Home.html

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bb-net hat sich seit 2011 zu einer qualifiziert freiwilligen Umweltleistung verpflichtet und ist deshalb Teilnehmer am Umweltpakt Bayern für nachhaltiges Wachstum mit Umwelt- und Klimaschutz.

https://www.umweltpakt.bayern.de/

dihag

Die Vereinbarung verfolgt das Ziel, die Initiierung und Durchführung von rund 500 neuen Energieeffizienz Netzwerken von Unternehmen bis Ende 2020 zu unterstützen und nach Kräften zu fördern. Wir sind seit 2014 Mitglied des Netzwerkes.

https://www.effizienznetzwerke.org/

Allianz für Entwicklung und Klima - Logo PNG

Wir unterstützen seit 2020 die Allianz für Entwicklung und Klima des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die Allianz setzt auf das Potential von freiwilligem Engagement und die Hebelwirkung von CO2-Kompensationsprojekten in Entwicklungs- und Schwellenländern.

https://allianz-entwicklung-klima.de/

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In der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) engagieren sich Unternehmen verschiedener Branchen gemeinsam für die Akzeptanz und breite Verwendung von Recyclingpapier. Alle Mitglieder bekennen sich zu den Grundsätzen und Zielen der Initiative und wirken an der Umsetzung der Projekte mit.

https://www.papiernetz.de/

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Das Netzwerk “Blühende Landschaft” hat sich zum Ziel gesetzt, ein besseres Nahrungsangebot für Bienen, Hummeln & Co. zu schaffen. Wir sind der Initiative 2019 beigetreten und leben aktiv eine Wiesen- und Blühpatenschaft.

https://bluehende-landschaft.de

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“Wir sind Unternehmerinnen und Unternehmer, die heute schon Klimaschutz voranbringen bzw. sich dafür einsetzen, dass die Wirtschaft mit innovativen Produkten, Technologien, Dienstleistungen und Geschäftsmodellen einen schnelleren Klimaschutz voranbringt.”

https://www.entrepreneurs4future.de/

BÜRO UND UMWELT

Ressourcenschonendes Verhalten im Büroalltag und die Beachtung von Umweltaspekten bei der Büroartikelbeschaffung sind von großer Bedeutung. Mit dem Wettbewerb „Büro & Umwelt“ zeichnet B.A.U.M. Vorreiter aus.
Als Vorreiter in der Kategorie „Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitenden“ konnte bb-net im Jahr 2020 den ersten Platz erzielen.
Button Erster Preis 2020

FRAGEN

Warum engagiert sich unser Unternehmen für den globalen Klimaschutz?

Die Weltgemeinschaft hat sich darauf geeinigt, dass die Erderwärmung auf unter 2 Grad Celsius beschränkt werden muss, um katastrophale Folgen zu verhindern. Doch die derzeitigen Zusagen der einzelnen Staaten reichen nur für eine Beschränkung der Erwärmung auf maximal 4 Grad. Um diese Ambitionslücke zu schließen, bedarf es eines zusätzlichen und erheblichen Engagements von Unternehmen, sowie Bürgerinnen und Bürgern. Wir haben erkannt, dass freiwillige Emissionsreduzierungen der Unternehmen unerlässlich sind um dem Klimawandel wirkungsvoll entgegenwirken zu können. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, unseren CO2 Ausstoß zu neutralisieren und wollen so einen Beitrag für eine lebenswerte Zukunft leisten. Denn wir werden die Probleme nicht nur analysieren, sondern auch anpacken und lösen.

Was ist ein CO2-Fußabruck bzw. ein Carbon Footprint?

Der CO2-Fußabdruck ist das Maß für die Menge an Treibhausgasen (gemessen in CO₂ -Äquivalenten), die direkt und indirekt, durch eine Aktivität eines Einzelnen, eines Unternehmens, einer Organisation oder eines Produkts entsteht. Er bezieht die entstehenden Emissionen von Rohstoffen, Produktion, Transport, Handel, Nutzung, Recycling und Entsorgung ein. Der Grundgedanke des CO2-Fußabdrucks bzw. Carbon Footprints ist es demnach, eine Grundlage zu schaffen, auf der Einflüsse auf das Klima gemessen, bewertet und verglichen werden können. Dadurch werden notwendige Minderungspotentiale erkannt, Maßnahmen erarbeitet und deren Wirksamkeit bewertet.

Als Corporate-Carbon-Footprint wird der CO2 Fußabdruck eines Unternehmens bezeichnet und als Product-Carbon-Footprint wird der CO2 Fußabdruck eines Produkts bezeichnet.

Was bedeutet Klimaneutralität?

Nach dem Prinzip der im Kyoto-Protocol beschriebenen CO2-Kompensation, sollen Treibhausgase, die an einem Ort der Erde entstehen und nicht vermieden werden können, durch Klimaschutzprojekte an einem anderen Ort eingespart werden. Um diese zu finanzieren, kaufen Unternehmen Zertifikate entsprechender Klimaschutzprojekte aus den sechs verfügbare Projektsektoren (Biomasse, Kochöfen, Solarenergie, Waldschutz, Wasserkraft und Windenergie). Jedes Zertifikat steht für 1 Tonne CO2, die durch das jeweilige Projekt eingespart wird. Weltweit gibt es zahlreiche Klimaschutzprojekte, die meisten davon unterstützen erneuerbare Energieprojekte. Die Initiatoren dieser Projekte erhalten für ihr Engagement Emissionsgutschriften, die in Form von Klimaschutzzertifikaten gehandelt werden können. Die Höhe bemisst sich beispielsweise durch den Vergleich mit den Emissionen, die durch den Bau eines Kohlekraftwerkes entstanden wären.

Wie wurde die Menge der CO2 Emissionen von unserem Unternehmen berechnet?

Für die Berechnung des Fußabdrucks unseres Unternehmens haben wir die externe Nachhaltigkeitsberatungsgesellschaft Fokus Zukunft beauftragt. Die Emissionsbilanz wurde unter der Anwendung der offiziellen Richtlinie des Greenhouse Gas Protocols berechnet.

Was wird nach dem Greenhouse Gas Protocol berichtet?

Die Emissionen sind innerhalb des Greenhouse Gas Protocols nach den Scopes 1, 2 und 3 aufgeteilt, die jeweils verschiedene Arten von Treibhausgas-Emissionen umfassen. Scope 1 beinhaltet direkte Emissionen eigener Energieanlagen. In Scope 2 werden Emissionen erfasst, die indirekt bei der Bereitstellung von Energie für das Unternehmen entstehen. Scope 3-Emissionen sind weitere indirekte Emissionen, die in der gesamten Wertschöpfungskette entstehen.

Welche Treibhausgase werden in die Berechnung einbezogen?

In die Berechnung der Treibhausgasemissionen werden die sieben vom Weltklimarat IPCC und im Kyoto-Protokoll festgelegten Haupttreibhausgase Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffmonoxid (N2O), Fluorkohlenwasserstoffe (FKWs), Perfluorcarbone (PFCs), Stickstofftrifluorid (NF3) und Schwefelhexafluorid (SF6) einbezogen.

Was sind CO2-Äquivalente?

Nicht jedes der sieben Haupttreibhausgase ist gleichermaßen wirksam. Methan ist z. B. 21-mal so klimaschädlich wie CO2, Distickstoffmonoxid 310-mal und Schwefelhexafluorid sogar 14.000-mal. Um die Emissionen miteinander zu vergleichen, werden daher alle Treibhausgase auf CO2 umgerechnet. Man spricht dann von CO2-Äquivalenten.

Wie werden die erhobenen Verbrauchsdaten in Treibhausgasemissionen umgerechnet?

Die Umrechnung der erhobenen Verbrauchsdaten (wie z. B. Stromverbrauch oder Kraftstoffverbrauch) erfolgt mittels Emissionsfaktoren, welche die Emissionen je Einheit (z. B. je Kilowattstunde Strom oder Liter Benzin) angeben. Die Emissionsfaktoren stammen hauptsächlich vom DEFRA (Department for Environment, Food and Rural Affairs), aber auch aus der GEMIS Datenbank (Globales Emissions-Modell integrierter Systeme, IINAS) sowie aus der Datenbank Ecoinvent und werden regelmäßig aktualisiert.

Wie werden Emissionszertifikate generiert?

Die Initiatoren der Klimaschutzprojekte – überwiegend erneuerbare Energieprojekte – erhalten für ihr Engagement Emissionsgutschriften, die in Form von Klimaschutzzertifikaten gehandelt werden können. Die Höhe des Emissionsausgleichs bemisst sich z. B. durch den Vergleich mit den Emissionen, die durch den Bau eines Kohlekraftwerkes anstatt der Erzeugung von erneuerbarem Strom entstanden wären.

Welche Qualitätskriterien erfüllen die Klimaschutzprojekte?

Die von uns gekauften Klimaschutzprojekte werden jeweils nach einem der drei international anerkannten Zertifizierungsstandards – VCS (Verified Carbon Standard), UN CER (Certified Emission Reduction der Vereinten Nationen) oder der von WWF entwickelte Gold Standard – akkreditiert, freigegeben und kontrolliert. Die Validierung der Projektergebnisse, in Bezug auf die erzielten CO2-Einsparungen, wird durch unabhängige Prüfinstanzen, wie beispielsweise dem TÜV, bescheinigt.

Was passiert mit den CO2-Zertifikaten, nachdem sie gekauft wurden?

Die erworbene Anzahl an CO2-Zertifikaten wurden stillgelegt. Dies ist insofern bedeutend, da diese Stilllegung Voraussetzung für die Gestaltung und Vermarktung CO2-neutraler Unternehmen und/oder Produkte ist. Ohne Stilllegung könnte ein CO2-Zertifikat im freiwilligen Markt ggf. weiter gehandelt werden, wodurch keine zusätzliche Emissionsreduktion erreicht würde.

Warum werden internationale Projekte unterstützt?

Der Klimawandel ist global, es spielt also keine Rolle wo CO2 Emissionen ausgestoßen oder eingespart werden. Am Ende ist die Summe der Treibhausgase entscheidend. In Deutschland ist die Reduktion beziehungsweise Kompensation von CO2 sehr teuer, in Schwellen- und Entwicklungsländern hingegen ist der Ausgleich günstiger. Im völkerrechtlich verbindlichen Kyoto-Protokoll wurde daher festgelegt, dass sogenannte Klimaschutzprojekte, die Treibhausgasemissionen vermeiden oder speichern, dort stattfinden sollen, wo sie am wirtschaftlichsten sind. Dementsprechend gibt es viele Projekte in Schwellen- und Entwicklungsländern, da hier das Potential der Einsparungen durch neue Technologien noch sehr hoch ist und diese wesentlich kostengünstiger eingesetzt werden können. Zudem sind dort häufig die Bedingungen für erneuerbare Energieanlagen (Sonne, Wind, Wasser und Biomasse) deutlich vorteilhafter. Außerdem tragen die Projekte in Schwellen- und Entwicklungsländern zur Verbesserung der ökonomischen, sozialen und ökologischen Situation bei und unterstützen die Realisierung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Für Schwellen- und Entwicklungsländer ist der Emissionshandel ein wesentlicher Treiber für den Transfer sauberer Technologien und einer nachhaltig ausgerichteten wirtschaftlichen Entwicklung.

Viktor Rath

Viktor Rath, der studierte Maschinenbautechniker, ist seit 2018 leidenschaftlich für die Bereiche Arbeitssicherheit, Umwelt und Energie in unserem Unternehmen tätig.

Als Fachkraft für Arbeitssicherheit, Umweltbeauftragter sowie Fachkundiger für den Entsorgungsfachbetrieb war er maßgeblich für die Umsetzung unseres Nachhaltigkeitskonzeptes verantwortlich und ebnete den Weg in die Klimaneutralität. Gerne stellt er sich weiteren Fragen aber auch Anregungen, wie wir noch besser werden können.

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